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Watchdog DZI

Das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen in Berlin (DZI) vergibt nicht nur Spendensiegel, sondern berät in Zukunft auch online über NPO. 

Dritter Sektor im Wandel

So wie sich der Non-Profit-Sektor in den letzten Jahren stark verändert, entwickelt sich auch das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen in Berlin (DZI) stetig weiter. Der Geschäftsführer und wissenschaftliche Leiter des Instituts Burkhard Wilke berichtet, dass sich in den letzten fünf Jahren mehrere große Organisationen wie z. B. das Deutsche Rote Kreuz und der Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e. V. für das DZI-Spenden-Siegel entschieden haben. Für Wilke ist dies ein Beweis des gestiegenen Ansehens des DZI.

"Qualität ist das beste Rezept"

Das DZI legt besonderen Wert auf die Transparenz aller Finanzen. "Ziel sollte im dritten Sektor sein", fordert Wilke, "dass auch die Gehaltsstrukturen der Organisationen für interessierte Spender offengelegt werden." Beim Spenden-Siegel sollen Organisationen zukünftig außerdem verstärkt auf ihre Qualitätsinstrumente hin überprüft werden. Dabei geht es nicht um eine direkte Qualitätskontrolle durch das DZI, sondern darum, festzustellen, ob die Organisationen ihrerseits angemessene Evaluationen durchführen. Denn so könnten sie die Effizienz ihrer Arbeit belegen.

"GuideStar" des NPO-Dschungels

Auch kleinere Organisationen ohne Siegel müssen ihre Seriosität unter Beweis stellen. Sie wird es freuen, was das DZI in enger Zusammenarbeit mit Dachverbänden des dritten Sektors für die Zukunft plant: "GuideStar" nennt sich dieses neue Angebot – eine Datenbank, die auf der Basis von Eigenangaben Daten zu zehntausenden Organisationen enthalten wird. Spender können sich voraussichtlich ab Ende 2007 in einer ersten Pilotversion mit diesem "Google für den dritten Sektor" umfassend und kostenlos darüber informieren, wie eine bestimmte Organisation arbeitet. Dadurch werden sowohl die Interessen des Spenders als auch die der Organisationen vertreten.