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Suchmaschinen-Marketing

Eine NPO, die in den unendlichen Weiten des Internets nicht nur gesucht, sondern auch gefunden werden will, kommt ohne professionelles Suchmaschinen-Marketing nicht mehr aus.

Die Suchtreffer AG betreibt bereits seit 1997 Suchmaschinen-Marketing. Frage an Andreas Owen, den Vorstandsvorsitzenden (CEO): Was ist Suchmaschinen-Marketing genau?

Andreas Owen: Unser Ziel ist es, die Qualität und die Zahl der Besucher beziehungsweise Kontakte für unsere Kunden wesentlich zu erhöhen. Bereits seit 1995 befassen wir uns mit dem Web-Marketing, und die Auffindbarkeit der eigenen Website in Suchmaschinen wurde in den letzten Jahren zunehmend wichtiger. Suchmaschinen-Marketing umfasst alle Maßnahmen, über Suchergebnislisten in Suchmaschinen qualifizierte Besucher auf der Website zu gewinnen. Die Werkzeuge dafür sind: Die Unternehmens-Website selbst muss optimal gestaltet sein für die Nutzung im Internet. Die bezahlte (zum Teil auch kostenlose) Möglichkeit, eine Vielzahl von relevanten Suchbegriffen in Suchmaschinen zu integrieren, so genannte Paid Inclusions. Das bezahlte Schalten von relevanten Suchbegriffen als Text-Anzeigen, so genannte Sponsored Links. Um den Erfolg zu messen, das so genannte Ergebnis-Tracking, setzen wir die jüngsten Technologien ein. Wir können jeden einzelnen Klick messen und in einen direkten Zusammenhang mit dem gesuchten Begriff setzen.

Dieses Marketing-Tool scheint recht effektiv zu sein. Lässt es sich, wie andere Marketing-Instrumente auch, im Fundraising umsetzen?

Andreas Owen: Fundraising über Suchmaschinen ist sicherlich eine noch junge Methode, die im Entwicklungsstadium ist. Viele unserer Erfahrungen, die wir mit Unternehmen wie beispielsweise Weltbild, Leica und debitel gesammelt haben, können zu einem großen Teil auf die Erfordernisse des Nonprofit-Marketings übertragen werden. Aber jede Branche hat natürlich ihre eigenen Besonderheiten. Die Fundraising-Szene macht da keine Ausnahme. Bei unseren ersten Projekten, die wir zusammen mit der GFS durchgeführt haben, zeigte sich: Suchmaschinen-Marketing ist erfolgreich, aber ob das für die ganze NPO-Szene generalisiert werden kann, das werden wir erst in den nächsten Jahren herausfinden.

Frage an Jörg Gattenlöhner, Bereichsleiter Marketing und Consulting bei der GFS Fundraising GmbH: Welche Voraussetzungen sollte eine Organisation mitbringen oder schaffen, um Suchmaschinen-Fundraising effektiv einsetzen zu können?

Jörg Gattenlöhner: Spätestens seit dem Börsengang von Google ist Suchmaschinen-Marketing in aller Munde. Achtzig Prozent aller lnternetnutzer finden Websites über Suchmaschinen. Dies ist nach wie vor die häufigste Form, wie Menschen auf eine Internetseite gelangen. Und das Schöne daran ist: Der Erfolg ist messbar Wir können jeden einzelnen Klick messen und in einen direkten Zusammenhang mit dem gesuchten Begriff setzen. Dadurch wird auch unser ROI immer besser Das ist eigentlich nicht so schwer. Schlüsselbegriffe wie „Beslan“, „Sudan“ oder „Patenschaften für Kinder“ in einer der geläufigen Suchmaschinen (Google, Yahoo, T-Online und andere) erschließen dann Kinderhilfsorganisationen wie Plan International, SOS Kinderdörfer, CCF Kinderhilfswerk, World Vision und UNICEF neue Spender-Zielgruppen. Die technischen Voraussetzungen sind da und 99 Prozent der NPO haben eine eigene Homepage und dorthin will man ja die potenziellen Spender lenken. Das eigentliche Erfolgsrezept für den Einsatz von Suchmaschinen-Fundraising ist „dauerhaftes Lernen“ verbunden mit „Mut zum Neuen“. Um also in Zukunft erfolgreich Interessenten, Spender und Fördermitglieder über dieses Fundraising-Instrument zu generieren, müssen Organisationen ihre Aktivitäten im Bereich Suchmaschinen-Fundraising einfach ausbauen und professionell nutzen.