Der schnelle Weg: Newsletter per E-Mail
Per E-Mail-Newsletter kostengünstig und schnell Neues und Wichtiges an Kunden, Spender oder Interessierte zu verbreiten, gehört mittlerweile zum Standardangebot vieler deutscher Unternehmen und Nonprofit-Organisationen, so Dr. Torsten Schwarz, Lehrbeauftragter, Fachbuchautor und Fachmann für Online-Marketing. „Allerdings“, so der Experte, „missachten allzu viele Versender der elektronischen Post das so notwendige 1x1 des Online-Marketings.“ Nicht nur der Inhalt, sondern auch Form und Funktion müssen vermehrt die Bedürfnisse der Empfänger treffen.
Kurz, knapp, knackig
Laut der Studie „Kennzahlen deutscher Newsletter“, bei der das Team von Schwarz über 40.000 elektronische Informationsbriefe von 473 Unternehmen untersucht hat, war z. B. jeder 3. zu groß. Den Spitzenplatz belegte ein Serienbrief mit einem Umfang von 1,3 Megabyte. „Ein HTML-Serienbrief sollte maximal 70 KB umfassen“, empfiehlt der Online-Experte. Denn nicht immer verfügen die Empfänger ‑ besonders im privaten Umfeld ‑ über einen schnellen Internet-Zugang. Zwar gilt das HTML-Format mittlerweile als Standard, eine Version im reinen Textformat sollte jedoch ebenfalls angeboten werden. Tabu, so Schwarz, sind Anhänge oder speicherintensive PDF-Formate.
Newsletter mit Liebe machen
Versender, die sich bewußt machen, das die tägliche Mailflut beim Empfänger als Störung empfunden wird, schaffen Abhilfe, in dem sie ihre Newsletter „mit Liebe macht“. „Erzeugen Sie einen hohen Sympathiefaktor beispielsweise durch Schlüsselbegriffe. Das erhöht die Lesewahrscheinlichkeit.“ Unerlässlich, so Schwarz weiter, sei entsprechendes Know-how über seine Zielgruppe und, unter Nutzung der Personalisierung, diese nach privaten und geschäftlichen Kontakten zu segmentieren. Entsprechend rät er unbedingt zu einem Kommunikationskonzept. „Schreiben Sie nur, wenn Sie etwas zu sagen haben! Die tägliche Flut von E-Mail-Eingängen inklusive Spam-Mails wächst unaufhörlich. Da ist es umso wichtiger, dass innerhalb weniger Sekunden ´meine News´ eindeutig zu erkennen ist und als wichtig wahrgenommen wird.“
Kurze Sätze, klare Optik
Zwar fällt die Gestaltung des Layouts sicherlich unter die Rubrik Geschmacksache, dennoch sollten einige Formalien eingehalten werden. Da E-Mail-Newsletter vermehrt am Bildschirm gelesen werden, hat die schnelle Lesbarkeit oberste Priorität. Dazu gehören eindeutige Überschriften, klare Gliederungen, aussagekräftige Teaser-Texte und generell kurze Sätze. Vertiefendes Wissen kann per Link angeboten werden. BLI

