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Koordiniertes Fundraising

Wenn der Briefkasten überquillt, und alle Mailings auch noch von ein und derselben Einrichtung zu kommen scheinen, sind die Adressaten oft genervt. Die Mailings landen im Briefkasten. Das muss nicht sein, wenn föderal gegliederte Organisationen ihr Fundraising koordinieren.

Wenn der Spendenstrom nur tröpfelt

Insider wissen: Bei praktisch allen föderal gegliederten Organisationen klappt eine Koordination der Fundraising-Aktivitäten auf den verschiedenen Ebenen nicht. Das ist ärgerlich. Der große Spendenstrom zerfällt in kleine Bäche oder tröpfelt vor sich hin. Damit nicht genug: Adressen von Spendern finden sich in unterschiedlichsten Verteilern auf allen Ebenen, werden nicht konsequent gepflegt und stehen einem systematischen Fundraising deshalb nicht zur Verfügung. Das Fundraising Potenzial des Gesamtverbandes zerfällt. Größenvorteile bleiben ungenutzt. Diese Atomisierung führt zwangsläufig zu erheblichen Mehrkosten. Was nutzt da die Größe und die Stärke einer Organisation? Um die optimal auszunutzen braucht es die Integration des Fundraising an zentraler Stelle.

Verwaltung der Spenderadressen ist wichtig

Jeder Betriebswirt weiß, dass Größenvorteile Kosten sparen. Das ist auch im Fundraising so. Die Stückkosten eines Mailings sinken mit steigender Auflage. Der Relationship-Experte hält dagegen: Ortsnähe ist für das Fundraising wichtig, sonst leidet der persönliche Kontakt zu Mitgliedern und Spendern vor Ort. Die Lösung ist eine Fundraising-Konzeption, die den Spagat zwischen effizientem, zentralen Fundraising und jeweiliger Ortsnähe ermöglicht. Spenderadressen zentral verwaltet.

Das Herzstück des Fundraising aus einer Hand ist eine zentrale Datenbank, die sämtliche Mitglieder- und Spenderadressen aller Gliederungen (Bundesverband, Landesverbände, Kreisverbände) zentral verwaltet. Sie speichert alle bekannten Adressen von Mitgliedern, Spendern, Interessenten und Nutzern von Leistungen. Zweckmäßig ist, dass die Zentrale der Organisation einen Dienstleister mit dem Betreiben der Datenbank betraut. Der Dienstleister hält auch Kontakt zu allen Gliederungen, versorgt sich mit Informationen von der Basis und kann so sämtliche Werbemittel aufeinander abstimmen.

Klare Absprachen schaffen Vertrauen

Zentrales Fundraising, schön und gut. Bis auf die zahlreichen Alarmglocken, die plötzlich auf allen Ebenen schrillen: Weiß der Bundesverband eigentlich, was wir hier machen? Wissen die da unten, was Fundraising ist und das wir dafür zum Beispiel erstklassige Spenderadressen brauchen? Wird der Bundesverband nicht alle Spenden nur für sich einstreichen? Schnell wird klar: Vertrauen ist absolut wichtig. Deshalb muss vorher abgesprochen sein, dass die Lieferanten der Adressen angemessen an den Einnahmen der von ihnen beigesteuerten Adressen beteiligt werden.

Technisch geht das so: Wer eine bisher unbekannte Adresse als Erster in die zentrale Datenbank einbringt, erhält eine Kennzeichnung als „Lieferant“ dieser Adresse. Reagiert diese Adresse später auf ein Mailing mit einer Spende, erhält der Lieferant einen vorher vereinbarten Anteil am Nettoertrag. Der errechnet sich aus der Spende minus den Kosten für die Werbung. Eine spezielle Software sorgt für nachvollziehbare Abrechnungen. Sie können jährlich, pro Quartal, aber auch aktionsbezogen durchgeführt werden. Das macht ein Maximum an Transparenz möglich.